Aktuell

Armut muss nicht sein – ein Reportageprojekt in Brasilien

24.11.2009 – 31.12.2009

 

Zusammen mit meiner Partnerin Michaela Hahn werde ich bis Ende Jahr im Rahmen einer Reportagearbeit verschiedene Projekte und Persönlichkeiten in Brasilien besuchen, die sich nachhaltig und über Jahre für soziale Gerechtigkeit einsetzen und gegen die Armut grosser Bevölkerungsschichten ankämpfen.

 

An dieser Stelle werden wir in loser Folge während unserer Arbeit einige Bilder und Informationen aufschalten.


24.12.2009

Feliz Natal – Fröhliche Weihnachten wünschen wir allen unsern Freunden und Bekannten. Wir feiern in Gedanken mit euch, zusammen mit den Menschen von Barra am Rio San Francisco und Dom Cappio, der sich seit Jahren für das Ueberleben des Flusses nordwestlich von Salvador einsetzt.

23.12.2009

Dom Luiz Cappio – der Bischof,
der für die Erhaltung des Rio San Franzisco kämpft.

Nach 14 stündiger Busfahrt von Salvador aus in den Nordosten Brasiliens treffen wir Dom Cappio, der uns als erstes eine Suppe kocht in der Küche seines Bischofspalastes im Städtchen Barra am Rio San Francisco.  Der Franziskaner, der sich vor 2 Jahren bei einem Hungerstreik als Protest gegen die Pläne der Regierung, den Fluss in Bewässerungskanälen abzuleiten, beinahe ums Leben gebracht hat.

 

Seit Jahren kämpft er zusammen mit seinem Volk für die Erhaltung und Wiederbelebung des grössten Flusses Brasiliens. Durch seinen Kampf wurde er mittlerweile zum internationalen Symbol für einen gerechten Umgang mit den natürlichen Ressourcen und für ein Leben für Alle.

 

Eine Freude für uns, Weihnachten bei ihm und seinem Volk zu verbringen.

21.12.2009

Marina Silva – die Päsidentschaftskandidatin
aus dem Amazonas.

In Belo Horizonte treffen wir Marina Silva, Senatorin des Amazonasstaates Acre und Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei Brasiliens beim Start ihrer Kampagne im Staat Minas Gerais.

 

Wir begegnen einer ganz besondern, zierlichen aber hartnäckigen Frau, soeben aus Kopenhagen zurückgekehrt, die ein grosses Bewusstsein in sich trägt, dass Entwicklung für Alle nur stattfinden kann, wenn die Ressourcen der Welt für alle zugänglich werden und sie nachhaltig genutzt werden. Sie exponiert sich damit als Kandidatin fürs Präsidentenamt eines Schwellenlandes, das vor allem durch wirtschaftliches Wachstum den Anschluss an die Industrienationen sucht.

19.12.2009

3000 Landlose gedenken ihres getöteten Freundes Keno
in Santa Teresa. Polizei schützt Landlose vor drohenden Grossgrundbesitzern.

Am Samstag, 05.12.2009 treffen sich über 3000 Menschen der Landlosenbewegung auf dem ehemaligen Versuchsgelände der Syngenta, unweit des Nationalparks Foz Iguascu. 2007 wurden dort während des friedlichen Protests gegen die illegalen Gentechversuche der Syngenta, Keno, ein Aktivist der Landlosen von privaten Milizen der Grossgrundbesitzer erschossen und einige Mitstreiter angeschossen.

 

Heute erlebten wir ein friedliches, würdiges Gedenkfest für Keno, mit der Einweihung seines Denkmals. Das ehemalige Versuchsgelände wurde unterdessen dank dem Kampf der Landlosen zu einem Forschungsgelände für alte Getreidearten umfunktioniert.

 

Was uns beeindruckt: die Polizei schützt die Landlosen heute gegen den angedrohten Aufmarsch von 1000 Grossgrundbesitzern. Jao Pedro Stedile und der Couverneur von Parana halten flammende Reden. Alle 3000 Teilnehmer werden gratis verpflegt und erhalten bei der Abreise Saatgut für ihre Gärten.

12.12.2009

Die Kinder der 4 Pinheiros –
Das Strassenkinderprojekt von Fernando Francisco de Bois

Der ehemalige Jesuitenpater Fernando leitet in der Nähe von Mandirituba im Staat Parana seit Jahren ein Heim für 80 Strassenkinder aus Curitiba. Die jüngsten der Kinder wurden durch ihre Familienverhältnisse schon im Alter von 4 -5 Jahren auf die Strasse getrieben, wo sie ein sichereres Leben erwarteten als zu Hause. Gewalt, Missachtung, Hunger, finanzielle Schwierigkeiten, Alkoholismus, Streit, Trennung der Eltern und Stiefeltern, die sie nicht akzeptierten sind die Gründe für den Weggang von zu Hause.

 

Im Heim leben sie, bis sie eine Ausbildung abgeschlossen haben. Beeindruckend für uns sind die geballte Kraft der jungen Burschen, das Leben selbst leben zu wollen, Fernandos Solidarität zu den Kindern und das Erlebnis, ehemalige Strassen- und Heimkinder kennenzulernen, die heute ihrerseits in ihren Herkunftsfavelas Sozialarbeit machen.

 

www.4pinheiros.org.br

10.12.2009

Die ABAI in Manderituba

Als Schwerpunkt unserer Arbeit sind wir für rund 3 Wochen in der Abai in Manderituba, einer Kleinstadt 150 km südlich von Curitiba, im Süden Brasiliens. Die Abai – Fundacao vida para todos, ein Sozialwerk für Kinder wurde vor 30 Jahren von der Schweizerin Marianne Spieler gegründet. In diesen Tagen geht die Leitung mit einem eindrücklichen Ritual und einem Fest an ihre Nachfolgerin Heidi Wyss, die vor 14 Jahren aus der Schweiz in die Abai kam.

 

Die Abai ist heute eine Tagesstätte für Kinder aus den Armenvierteln der Umgebung und ein Ort der Rehabilitation für Männer mit Alkoholproblemen. Die beiden Frauen setzen sich zusammen mit ihren rund 40 einheimischen Mitarbeiterinnen nachhaltig für Bildung und Chancengleichheit ein. Das schliesst auch eine ökologische Haltung in ihrer hauseigenen Landwirtschaft mit ein, aus der sie tagtäglich 200 Menschen verpflegen.

 

Marianne Spieler wird sich weiterhin mit voller Kraft als international Umweltaktivistin für eine gerechte Welt für Mensch und Natur stark machen. Ihr verdanken wir die verschiedenen Kontakte und Begegnungen zu all den Projekten hier in Brasilien.

27.11.2009

Joao Pedro Stedile –
ein Kopf der riesigen Brasilianischen Landlosenbewegung

Der Kampf für körperliche Nahrung für alle ist das Eine, sagt uns Stedile. Aber erst die geistige Nahrung, die Bildung, nährt die Menschen, damit sie für ihre Rechte einstehen lernen. Seiner Einladung, die Landlosenschule in Sao zu besuchen, werden wir Ende Dezember nachkommen.

26.11.2009

Favela Primavera, Sao Paulo

Shell, ein Sozialarbeiter führt uns durch die Favela. Er leitet u.a. die staatliche Milchabgabe. Die Atmosphäre ist angespannt und wird nervös, sobald wir uns Drogendealern nähern. In dieser Situation gibt’s kein Fotografieren.

25.11.2009

Rosalvo Salgueri und sein Sozialwohnungsprojekt
in Sao Paulo

Seit 25 Jahren hat Rosalvo zusammen mit den Mutirao, den Freiwilligen Genossenschaftern aus den Favelas über 7000 Wohnungen gebaut. Das Material bezahlt der Staat. Die späteren Wohnungsbesitzer verpflichten sich, jede Woche 16 Stunden an den Häuserblocks zu bauen, bis sie fertig gestellt sind. Rosalvo koordiniert die Arbeiten. Zusammen mit Gruppen, die das Projekt kopiert haben, sind in Sao Paulo bisher auf diese Weise 70 000 Wohnungen erbaut worden. Als Gäste von Rosalvo und seiner Familie haben wir einen herzensguten Menschen kennengelernt, der seine politische Überzeugung lebt.

25.09.2009 – 11.23 Uhr

Ich treffe als Vorbereitung zur Reise den argentinischen Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel in Basel für ein Portrait. Er war Mitbegründer der lateinamerikanischen Befreiungsbewegung Servicio Paz y Justicia. 1977 wurde er von der Militärdiktatur in Gefangenschaft gesetzt. 1980 erhielt der den Friedensnobelpreis. Seither kämpft er unermüdlich für die Menschenrechte und für einen Dialog auf gleicher Augenhöhe zwischen Süd und Nord. Für mich ist es sehr eindrücklich, diesen 78-jährigen Mann mit seinem inneren Feuer wahrzunehmen.

 

 

 


Donnerstag, 5. November, 20 Uhr, Hilariuskirche Näfels

«Ihre Ohren werden Augen machen»

Eine  spannende Begegnung von Klängen des Trio bann mit den Bildern des Glarner Fotokünstlers Fridolin Walcher erwartet Sie am Donnerstag, 5. November, in der barocken Hilariuskirche in Näfels.

Die eindrücklichen Glarner Bilder von Fridolin Walcher zeigen unseren Kanton in aussergewöhnlichen Perspektiven und Zusammenhängen. Dazu ertönen ursprüngliche Instrumente wie Alphorn, Hackbrett, Perkussion und Klangskulpturen, sowie Vokaleinlagen des Schülerchors Luchsingen. Im Wechselspiel mit dem Glarner Mikro- und Makrokosmos auf der Bildebene nehmen die vier Instrumentalisten einen überraschenden Dialog auf, der einen die Grenzen von Hören und Sehen plötzlich  vergessen lässt. Bisherige Seh- und Hörgewohnheiten werden überraschend erweitert und bisweilen auf den Kopf gestellt. Nahtlos verzahnen die Musiker Elemente aus alpiner Musik  mit ihren Improvisationen und  verbinden diese mit den Bildern zu einem ruhigen, meditativen  Fluss, der die Zeit für einen Moment vergessen lässt.
Als Premiere des Abends spielt zum ersten Mal der Klangkünstler Martin Spühler mit seinen klingenden Skulpturen im Kanton Glarus.

Die Glarner Klangbilder sind eine Veranstaltung des Museums des Landes Glarus im Rahmen der Ausstellung «hört, hört»

Ausführende des Projektes:
Trio bann (Roland Dahinden, Alphorn; Roland Schiltknecht, Hackbrett; Gabriel Schiltknecht, Perkussion)
Martin Spühler, Klangskulpturen; Schülerchor Luchsingen mit Hansruedi Forrer
Bildprojektionen: Fridolin Walcher

Eintritt:  Erwachsene  Fr 20.–
Schüler, Studenten, Ermässigte Fr 12.–

Donnerstag, 5. November, 20 Uhr, Hilariuskirche Näfels
Türöffnung 19.30 Uhr.

 

Programm zum Herunterladen

 

 

 

 

Donnerstag, 25. Juni bis Sonntag, 28. Juni 2009

4. WortundBildFestifall

 

 

 

Der Fotograf Fridolin Walcher zeigt vom 25. bis 28. Juni 5 Bilder seiner neuen Arbeiten aus der Reihe GlarnerWand am WortundBildFestifall am Rheinfall in Neuhausen. 4 Meter gross hängen die Bilder unter freiem Himmel direkt vor dem imposanten Rheinfall beim Schlössli Wörth.

 

Programm zum Herunterladen

 

 

 

Lihn-Galerie Filzbach

Fotoausstellung von Fridolin Walcher:
«Glarus und die Welt»

Am 17. April 2009 wird im Rahmen der Vernissage in der Filzbacher Lihn-Galerie eine Walcher-Foto-Ausstellung eröffnet. Ein Querschnitt durch die Arbeit der letzten 15 Jahre bietet einen einzigartigen Einblick in das Werk des bekannten Glarner Fotografen.

 

Von Hannes Hochuli

 

Mal antwortet er auf meinen Telefonanruf aus Basel, dann wieder höre ich ihn aus München oder er ist auf dem Weg zwischen Zürich und Zug: Fridolin Walcher scheint ein begehrter Fotograf zu sein. Seine Bilder gehen «von unten nach oben», wie die Glarner Bildserie «GlarnerWand», zeigen in Wickelfolie eingeschrumpfte Menschen, Fabrikhallen aus aller Welt, wecken den globalisierten Blick und zeigen das Leben auf unserer Welt in immer neuer Optik.
In Filzbach werden Bilder und Perspektiven zu unterschiedlichen Themen gezeigt. Sie bilden einen spannenden Über- und Einblick vom Schaffen des Glarner-Fotografen Fridolin Walcher.

 

Hotel Lihn, Ferien und Seminare, 8757 Filzbach, 055 614 64 64, www.hotellihn.ch. Die Ausstellung ist bis Ende September täglich zwischen 8.00 und 20.00 Uhr frei zugänglich. Vernissage mit Apéro und Balafonklängen von Ruth Schmid, Filzbach  am Freitag, 17. April 2009, 18.00 Uhr.

 

Pressevorschau zum Herunterladen

Links:

vfg – Vereinigung fotografischer GestalterInnen
Lihn – Ferien und Seminare

 

 

 

Neue Arbeiten aus der Arbeit GlarnerWand
in der Art Gallery Ryf in Zürich

Der Fotograf Fridolin Walcher zeigt seine neuen Arbeiten aus der Reihe GlarnerWand vom 12. März an  in der Art Gallery Ryf an der Militärstrasse 83 in 8004 Zürich. Vernissage: 12. März 18.00 – 22.00 Uhr.

 

«Aufgewachsen  auf der Bergterrasse Braunwalds waren Berge meine gleichwertigen Gegenüber und ich war somit Teil von ihnen. – Als junger Mann ins Tal gekommen, erlebte ich, was es heisst, in den Bergen zu leben – unter den Bergen fand ich mich wieder! Der Himmel wurde kleiner, dafür wurden die Wände mächtiger. Es wurde eng.
Seit  ich realisiere, dass sich an dieser senkrecht aufgestellten Kulissenlandschaft die Welt, das Licht, das Leben spiegelt und ich mich in ihr, öffnen sich Fenster und es wird weit unter dem Berg – ab und zu.»

 

Ausgestellt sind Winterwände aus dem Glarnerland, mystisch verschneit-vernebelte Wände und Details in der ganzen Härte von Licht und Schatten des Winterlichts.

 

Die Siber Gelatineprints in der Grösse von 50 x 40 cm sind aufgelegt in einer Auflage von jeweils15 Exemplaren.

 

Die Lambdaprints im Format 80 x 104 cm sind aufgelegt in einer Auflage von jeweils 10 Exemplaren.

 

Einladung zum Herunterladen

 

 

1. Dezember 2008 bis Ende Januar 2009

Neue Arbeiten aus der Arbeit GlarnerWand
in der Galerie Bergschmuck in Glarus

Der Fotograf Fridolin Walcher zeigt seine neuen Arbeiten aus der Reihe GlarnerWand vom 1. Dezember 2008 bis Ende Januar 2009 in der Galerie Bergschmuck der Goldschmiede Oberholzer an der Hauptstrasse 35 in Glarus.

 

«Aufgewachsen  auf der Bergterrasse Braunwalds waren Berge meine gleichwertigen Gegenüber und ich war somit Teil von ihnen. – Als junger Mann ins Tal gekommen, erlebte ich, was es heisst, in den Bergen zu leben – unter den Bergen fand ich mich wieder! Der Himmel wurde kleiner, dafür wurden die Wände mächtiger. Es wurde eng.
Seit  ich realisiere, dass sich an dieser senkrecht aufgestellten Kulissenlandschaft die Welt, das Licht, das Leben spiegelt und ich mich in ihr, öffnen sich Fenster und es wird weit unter dem Berg – ab und zu.»

 

Ausgestellt sind grossformatige Winterwände aus dem Glarnerland, mystisch verschneit-vernebelte Ansichten und Details in der ganzen Härte von Licht und Schatten des Winterlichts.

 

Die Lambdaprints im Format 80 x 104 cm sind aufgelegt in einer Auflage von jeweils 10 Exemplaren.

27. September bis 26. Oktober 2008

Der lokale Blick
auf eine globalisierte Welt

in der Optik des Fotografen Fridolin Walcher
ausgehend von Glarner Familienbetrieben 2005 bis 2008

 

Die Globalisierung hat auch das Tal der Linth erfasst. Produktionsauslagerungen ins Ausland und Umnutzungen der lokalen Infrastruktur teils alteingesessener Betriebe sind die Folge. Innovationen und globale Märkte bieten aber auch neue Chancen.

 

Fridolin Walcher, Initiant und Bildautor des Buches «Von Glarus nach Belo Horizonte», richtet seinen Blick auf betroffene Unternehmen, die Menschen und deren Umgebung. Seine Bilder zeigen, wie sich unsere Welten vermischen, die lokale mit der globalen, die globale mit der lokalen.

 

Vernissage:
Samstag, 27. September 2008, 17.00 Uhr

Ausstellungsdauer: bis 25.Oktober 2008
Samstag und Sonntag, 16.00 bis 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung (Telefon 055 644 42 84, E-Mail: nadja.kuenzli(at)gartenfluegel.ch)

 

 

Gartenflügel
Galerie und kulturelles Forum
8866 Ziegelbrücke
www.gartenfluegel.ch

 

 

Pressetext zum Herunterladen